Das Programm ist durchgelaufen, die Trommel ist warm — und die Wäsche ist trotzdem noch feucht.
Meist ist er nicht defekt, sondern verstopft: Er zieht die Feuchtigkeit zwar aus der Wäsche, kann sie aber nicht abführen. Das Tückische daran — Wärmepumpentrockner haben drei Stellen, an denen sich Flusen sammeln, und die meisten Haushalte reinigen nur eine davon.
Ein Wärmepumpentrockner arbeitet bauartbedingt kühler und länger. Zwei bis drei Stunden pro Ladung sind normal, die Wäsche kommt handwarm heraus.
Kommt dir ein neues Gerät nur „langsam" vor, ist es wahrscheinlich in Ordnung. Ein Fehler liegt erst vor, wenn die Wäsche am Ende noch spürbar feucht ist.
Die drei Bauarten trocknen völlig unterschiedlich — und gehen entsprechend unterschiedlich kaputt. Den Typ findest du auf dem Typenschild in der Türöffnung oder im Handbuch.
Daran erkennst du ihn: Wasserbehälter, zweiter Filter im Sockel, Energieklasse A++ oder besser.
Schwachstelle sind Sockelfilter und Verdampferlamellen.
Daran erkennst du ihn: Wasserbehälter, herausnehmbarer Wärmetauscher, wird deutlich heiß.
Schwachstelle sind verstopfter Wärmetauscher und Heizelement.
Daran erkennst du ihn: Schlauch nach draußen, kein Wasserbehälter.
Schwachstelle ist der geknickte oder verstopfte Abluftschlauch.
Der praktische Unterschied: Nur der Wärmepumpentrockner hat den zusätzlichen Sockelfilter, hinter einer Klappe unterhalb der Tür. Bei den anderen beiden Bauarten gibt es diese Stelle nicht.
Arbeite sie der Reihe nach ab. Sie kosten nichts, brauchen kein Werkzeug, und zusammen beheben sie den Großteil aller Fälle. Vorher: Netzstecker ziehen und das Gerät abkühlen lassen.
Das kennt jeder — und genau deshalb reicht es oft nicht. Halte das Sieb gegen das Licht: Siehst du kaum durch, liegt ein Fettfilm aus Weichspüler darauf, der Luft blockiert, obwohl das Sieb sauber aussieht. Einmal im Monat mit warmem Wasser abbürsten und auf Risse prüfen — durch die wandern Flusen direkt in den Wärmetauscher.
Die Stelle, die am häufigsten übersehen wird: Klappe unten an der Front öffnen. Dort sitzt beim Wärmepumpentrockner ein Filter, beim Kondenstrockner der herausnehmbare Wärmetauscher. Unter fließendem Wasser ausspülen, bis es klar durchläuft, Schacht auskehren. Alles muss komplett trocken sein, bevor es zurückkommt.
Dahinter sitzt der Verdampfer, ein Gitter aus feinen Lamellen. Sieht es grau und pelzig aus, hast du die Ursache. Mit weichem Pinsel oder Staubsaugerbürste abnehmen, immer längs zu den Lamellen — sie verbiegen leicht, und verbogene Lamellen blockieren den Luftstrom dauerhaft. Nie mit etwas Hartem hineinfahren.
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Waren die Filter sauber und es hat nichts geändert, kommen diese Ursachen infrage. Der farbige Streifen zeigt, ob du selbst weiterkommst.
Wäsche außen trocken, in der Mitte klamm.
Höchstens zwei Drittel der Trommel füllen, bei Baumwolle eher die Hälfte. Die Wäsche muss sich frei bewegen können.
Besonders bei Handtüchern und Bettwäsche.
Mit mindestens 1.000 bis 1.200 Umdrehungen schleudern. Bei 800 bringt die Wäsche so viel Restwasser mit, dass kein Trockner sie in einem Durchgang schafft.
Das Programm bricht viel zu früh ab, obwohl die Wäsche noch feucht ist.
Die zwei Metallstreifen in der Türöffnung messen die Restfeuchte. Ein Belag aus Kalk und Weichspüler lässt sie „trocken" melden. Reinigung siehe Abschnitt 04.
Gerät steht im Schrank, in einer Nische oder in einem kleinen, warmen Raum.
Wärmepumpentrockner geben ihre Wärme an den Raum ab, bei Stauwärme sinkt die Leistung. Ringsum ein paar Zentimeter Luft lassen, Raumtür offen halten.
Warme, feuchte Luft entweicht spürbar an der Tür.
Dichtung auf Risse und Verhärtungen prüfen. Ein Austausch ist meist ohne Spezialwerkzeug möglich, das Teil kostet je nach Modell rund 30 bis 60 Euro.
Die Trommel dreht sich normal, bleibt aber völlig kalt.
Meist ist das Heizelement durchgebrannt oder ein Thermostat hat ausgelöst. Beides sitzt an stromführenden Teilen und gehört in Fachhände. Welches Bauteil bei deiner Bauart überhaupt heizt, steht im Ratgeber „Trockner heizt nicht".
Kein Kompressorgeräusch beim Start, Trommel bleibt kühl, Filter sind sauber.
Ist Kältemittel entwichen, startet der Kompressor gar nicht erst — der Drucksensor verhindert es. Das darf nur ein Kältetechniker prüfen.
Alle Preise sind Richtwerte aus der Werkstattpraxis und können je nach Modell, Region und Betrieb abweichen. Einen belastbaren Preis nennt dir nur ein Kostenvoranschlag.
Einer der letzten beiden Fälle bei dir? Dann brauchst du einen Fachbetrieb.
Werkstatt finden →Der häufigste Grund dafür, dass das Programm zu früh endet. Dauert zwei Minuten und kostet nichts.
Netzstecker ziehen und die Tür öffnen.
Zwei schmale Metallstreifen in der Türöffnung suchen — je nach Modell am unteren Rand oder hinter dem Flusensieb.
Mit einem Tuch und Haushaltsessig abreiben, bis der matte Belag weg ist.
Mit klarem Wasser nachwischen, trocken reiben. Keine Scheuermittel, keine Stahlwolle — die zerkratzen die Kontaktfläche dauerhaft.
Testlauf mit kleiner Ladung. Läuft das Programm jetzt spürbar länger, war der Sensor die Ursache.
Viel Weichspüler beschleunigt den Belag. Alle zwei bis drei Monate abwischen genügt.
Ist es der Luftweg oder der Sensor, kostet dich die Lösung nichts. Kritisch wird es nur bei Heizelement und Kältekreis. Faustregel: über der Hälfte des Neupreises und älter als acht Jahre — dann lohnt meist ein Neukauf.
Beim Kältekreis ist es meistens vorbei: Die Reparatur kostet oft mehr als die Hälfte eines neuen Geräts, das dann auch noch deutlich weniger Strom verbraucht. Beim Heizelement lohnt sie sich dagegen fast immer.
Richtwerte inklusive Arbeitszeit, Stand 07/2026. Anfahrt kommt meist hinzu.
Werkstatt in deiner Nähe finden →Beim Wärmepumpentrockner sind zwei bis drei Stunden für eine volle Ladung Baumwolle normal. Kondenstrockner sind schneller, verbrauchen dafür deutlich mehr Strom. Wird dein Gerät mit der Zeit spürbar langsamer, sind fast immer die Filter zugesetzt — kein Defekt.
Das Gerät heizt, kann die Feuchtigkeit aber nicht abführen — fast immer der Luftweg: Flusensieb, Sockelfilter oder Verdampfer. Beim Ablufttrockner zuerst den Schlauch prüfen, geknickt oder verstopft reicht schon.
Kondens- und Ablufttrockner haben keinen, das ist normal. Beim Wärmepumpentrockner sitzt er hinter einer Klappe unten an der Front, meist mit zwei Verschlusshebeln. Siehst du dort nur eine glatte Blende, hilft ein Blick ins Handbuch unter „Kondensator reinigen".
Nein, er ist fest eingebaut und Teil des Kältekreises. Nur trocken absaugen oder mit weichem Pinsel arbeiten, längs zu den Lamellen. Wasser und Druckluft verbiegen sie und verschlechtern den Luftstrom dauerhaft.
Ich betreibe reparaturoderneu.de als unabhängiges Diagnoseportal. Meine Empfehlungen entstehen aus Herstellerunterlagen, Werkstattpraxis und eigenen Reparaturen — nicht aus Produktdatenbanken.
Sicherheits- und Haftungshinweis: Meine Reparatur- und Diagnose-Tipps sind sorgfältig recherchiert, aber unverbindlich und ersetzen keine fachkundige Prüfung im Einzelfall. Arbeiten an Elektrogeräten können gefährlich sein: Zieh vor jedem Eingriff den Netzstecker und lass das Gerät abkühlen. Eingriffe an der Elektrik, an wasserführenden oder unter Spannung stehenden Bauteilen gehören in die Hände qualifizierter Fachkräfte. Für Schäden, die aus der eigenständigen Umsetzung der beschriebenen Schritte entstehen, übernehme ich keine Haftung. Unsachgemäße Reparaturen können außerdem Garantie- und Gewährleistungsansprüche kosten. Im Zweifel wende dich an einen zertifizierten Fachbetrieb. Kostenangaben sind Richtwerte und können je nach Modell, Region und Betrieb abweichen. Am Kältekreis darf ausschließlich ein Kältetechniker arbeiten.